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Honig

 

Auszug aus: Kleiner Ernährungsberater 2015

 

Honig wurde im alten Ägypten als Speise der Götter bezeichnet und war ein besonderes Lebensmittel.  Durch verschiedene Anwendungen  wurden auch seine heilenden Eigenschaften erkannt und in unterschiedlichen  Bereichen erfolgreich angewandt.

 

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Honig entsteht aus dem süßen Pflanzensaft welchen die Bienen sammeln, um daraus Honig zu produzieren. Es gibt verschiedene Honigsorten, welche einen Bezug zum Blütennektar bzw. Honigtau haben.  Die Aromastoffe der Pflanzen verleihen dem Honig den typischen Geschmack.

 

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Wenn ein Bienenstock beispielsweise in einem Tannenwald steht, entsteht Wald- oder Tannenhonig.

 

Die Zusammensetzung des Honigs ist auch von der Sorte abhängig, hochwertige Honigsorten haben über 200 natürliche Inhaltsstoffe.

 

Honig enthält überwiegend aus Zucker, im Durchschnitt besteht Honig aus:

 

38 Prozent Fructose-Fruchtzucker(Einfachzucker)

 

31 Prozent Glucose-Traubenzucker(Einfachzucker)

 

10 Prozent Mehrfachzucker

 

17 Prozent Wasser

 

4 Prozent  Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, Aminosäuren, organische Säuren

und sekundäre Pflanzenstoffe, etc. -Sortenabhängig

 

Die Konsistenz des Honigs wird durch das  Fructose-Glucose-Verhältnis bestimmt. Glucose kristallisiert schneller im Honig als Fructose, daher ist Honig mit einem hohen Glucoseanteil cremig bis fest, während ein Honig mit weniger Glucose und höherem Fructosegehalt eher flüssig ist.

 

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Bereits in den vorigen Kapiteln wurde auf den Stoffwechsel von Kohlenhydraten eingegangen.

 

Nochmals zu den Hauptbestandteilen;

 

Fruktose(Fruchtzucker)  ist eine natürliche Substanz, die vor allem in Obst und Honig vorkommt. Fruchtzucker gehört ebenso wie Glucose zu den Einfachzuckern – allerdings hat er eine höhere Süßkraft als dieser.

 

Insulin ist für die Aufnahme der Fructose nicht erforderlich, Fructose wird insulinunabhängig verstoffwechselt.

 

Zu viel Fructose kann jedoch, wie in den vorigen Kapiteln beschrieben, zu gesundheitlichen Problemen und Übergewicht führen.

 

Glukose(Traubenzucker) ist ein Einfachzucker, welcher ohne weitere Verdauungsschritte sehr schnell über die Darmwand ins Blut gelangt. Traubenzucker

ist eine Energiequelle für Nerven und Gehirn.

 

Damit der Traubenzucker aus dem Blut in die Zellen gelangt, ist das Hormon Insulin notwendig.

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Auf Grund des hohen Zuckeranteils, welcher im Honig enthalten ist, sollte beim Konsum auf  die Menge  geachtet werden.

 

Zu viel Zucker ist gesundheitsschädlich!

 

Honig ist nicht gleich Honig

 

Die Qualität des Honigs ist abhängig von der Sorte, den Umwelteinflüssen und der Herstellung.

 

Es gibt sehr viele Honigsorten auf dem Markt. Der Qualitätsstandard  importierter Honigsorten ist jedoch sehr fraglich. Honig wird teilweise mit Zucker gestreckt, bzw. mit Wasser verdünnt, dies dient natürlich dazu, die Produktionskosten zu senken und hat auf die Qualität negative Einflüsse. Das umstrittene Pestizid Glyphosat konnte in verschiedenen „Billighonigsorten“ in hoher Konzentration nachgewiesen werden.

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Beim Kauf von Honig sollte auf die Qualität geachtet werden, zu empfehlen ist der Deutsche Imkerhonig, er darf keine Zusätze enthalten und auch nicht erwärmt werden.

 

Diese Qualität hat natürlich ihren Preis.

 

Honig und Gesundheit

 

Seit langer Zeit wird Honig u.a. als „Hausmittel „ für unterschiedliche  Beschwerden eingesetzt.

 

Einige Beispiele: Halsschmerzen, Magenbeschwerden, Pilzinfektionen, etc.

 

Es ist zu beachten, dass der Honig nicht über 40Grad Celsius erwärmt wird, da sonst viele heilsame Stoffe verloren gehen. Bevor Honig in Tee gerührt wird, sollte der Tee abkühlen.

 

Säuglinge bis 12 Monate sollten keinen Honig verzehren, auf Grund des Bakteriums (Clostridium botulinum), dessen Sporen in den Honig gelangen können, kann es zu  Säuglings-botulismus kommen.

 

Mittlerweile wird Honig(insbesondere der Manuka Honig) auch im medizinischen Bereich eingesetzt.  Manuka Honig wirkt antimikrobiell, bekämpft krankmachende Keime und reduziert so das Risiko von Infektionen.

Gleichzeitig begünstigt der Honig die Heilung.

 

Manuka Honig kommt aus Neuseeland.  Die Bienen gewinnen  den Nektar für den Manuka Honig aus der Manukapflanze.

 

Fazit:

 

Honig ist als gesundes Lebensmittel zu bezeichnen, sofern er in Maßen konsumiert wird.

 

Neben dem „reinen Genuss“, bietet er auch Anwendungsmöglichkeiten, bei unterschiedlichen Beschwerden.

 

Beim Kauf von Honig ist auf Qualität zu achten.

 

Bezugsempfehlung

 

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Buchempfehlung:

Kleiner Ernährungsberater 2015

Autor: Wolfgang Kothe

Ernährungs- und Fitnesscoach